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16 Sep 2013

Vorsicht beim Kauf von Importfahrzeugen im Kundenauftrag

Eine regelrechte Plage überschwämmt den deutschen Motorradmarkt mit Fahrzeugen aus talien oder England. Vielen deutsche Händler sind nicht mehr in der Lage oder wollen sich nicht die Mühe machen gute Gebrauchtfahrzeuge auf dem deutschen Markt zu suchen und seinen Kunden anzubieten. Lieber gehen Sie den einfachen Weg und fahren Großhändler in Nachbarländern wie z.B Italien an um sich dort, zumeist mit japanischen Sportlern, einzudecken.

Das Land mit den meisten Motorrädern Europas lockt mit Dumpingpreisen. 4-5 jährige Honda CBR 600, Yamaha FZ6, Kawasaki ER-6 für Preise unter 3000,- € sind normal. Doch sind die Fahrzeuge gleichzusetzen mit den Fahrzeugen aus Deutschland? Oft leider nicht. Schlecht gewartete Motorräder mit Schäden durch Unfälle sind häufig anzutreffen. Zudem sind manipulieret Tachostände keine Selltenheit.

Händler, die sollche Motorräder verkaufen wissen dies und möchte mögliche finanzielle Risiken auf Grund der Sachmangelhaftung aus dem Weg gehen. Lieber wird so ein Fahrzeug “im Kundenauftrag” angeboten. In den Vertrag kommt einfach eine fiktive Person oder ein Bekannter und schon braucht man keine Angst mehr haben, wenn der Käufer nach einigen Wochen einen Motorschaden hat oder merkt, dass die Maschine einen Unfall hatte und mangelhaft repariert wurde.

Deshalb ist beim Kauf Vorsicht geboten. Motorradkäufer sollten bei Importfahrzeugen mit der Formulierung im Kundenauftrag hellhörig werden. Man sollte sich auf jeden Fall genau über den privaten Vorbesitzer informieren. Am besten wäre es wenn der Händler den Kontakt herstellt.

Wenn er nur als Vermittler agiert dürfte das für ihn kein Problem sein. Überprüfen Sie die
Dokumente genau. Ist die Person aus dem Kaufvertrag auch als Halter in den Dokumenten
eingetragen? Wenn ja, wie lange? Gibt es überhaupt schon deutsche Dokumente oder
bekommen Sie nur eine Dokument über eine Vollabnahme bei TÜV ? Wieso hat der Händler die Maschine nicht selber vom Kunden angekauft ? Will der Händler in Wirklichkeit nur die Sachmangelhaftung umgehen werden Sie es mit einigen gezielten Fragen schnell merken und sollten möglichst die Finger von solchen Fahrzeugen lassen.

16 Sep 2013

Motorradverkauf über ebay ?

Mit den Jahren ist ebay einer der größten Handelsplätze Deutschlands geworden. Von Pfennigartikel bis hin zu Häusern und ganzen Unternehmen kann man dort alles finden. Ist es aber auch eine gute Plattform um
sein Zweirad zu verkaufen?

 

Unterscheiden wir erst einmal zwischen einem Festpreisangebot und einer Auktion. Bei einem Festpreisangebot ist man bei einem erfolgreichen Verkauf mit einigen Zusatzoptionen schnell bei 100,- € Kosten angekommen. Das ist unglaublich teuer. Hier würde ich ganz klar Alternativen suchen, die es in Form von Verkaufsplattformen wie mobile, motoscout, diverse Motorradankäufer usw. gibt. Dort kann man als Privatmann völlig kostenlos annoncieren und hat ebenfalls ein sehr großes Besucherpotenzial im In- und Ausland.

Etwas anders sieht es bei Versteigerungen aus. Die Kosten sind hier ebenfalls sehr hoch. ,machen sich aber in bestimmten Fällen bezahlt.

 

Habe ich ein gängiges Standartmotorrad welches es in hoher Stückzahl auf dem Markt gibt ist der Verkauf über eine Versteigerungsplattform in den meisten Fällen nicht besonders ratsam, da kein Ebayer den Marktpreis für ihr Fahrzeug bieten wird wenn er beim Händler im Ort ein identisches Motorrad
bekommen kann. Es ist wichtig im Hinterkopf zu behalten,dass ein Ebayer ja immer ein Schnäppchen machen möchte und nicht mehr bietet als er muss. Zudem kalkulieren viele Bieter lange Anfahrtsweg in ihr Gebot mitein und berücksichtigen gewisse Risiken die sie bei einer solchen Transaktion eingehen. Von daher kann eine beendete Auktion oft ernüchternd ausfallen und Sie stellen fest, dass ein Motorrad, dass im Durchschnitt mit 4000,- € angeboten/gehandelt wird bei ebay nicht über 3000,- € kommt.

 

Anders sieht es aus wenn man ein Fahrzeug hat welches sich in bestimmten Punkten von der Masse abhebt. Damit meine ich z.B. ,ein seltene gewordenes Exemplar, Sondermodelle, ein Fahrzeug mit einer extrem niedrigen Laufleistung oder aufwendigen Umbauten. Hier könnte es sein, dass Sie ihr Preisgefühl täuscht und eine Versteigerung ein sehr gutes Resultat erzielt, da eine Vergleichbarkeit mit anderen Fahrzeugen nicht gegeben ist. Ein Interessent wird wissen, dass so eine Offerte nicht so schnell wieder kommt und wird deshalb bereit sein einen hohen Preis zu bieten.

 

Ein anderer Punkt der bei manchen für eine Versteigerung spricht ist die Tatsache, dass anders wie bei einer Anzeige auf einer Verkaufsplattform ein Verkauf auf jeden Fall zu Stande kommt. Es wird immer mehrere Bieter geben, die zu einem bestimmten Preis ihr Fahrzeug erwerben möchten.Somit ist diese Verkaufsform interessant für diejenigen die ihr Motorrad schnell und ohne Rücksicht auf den Preis verkaufen wollen. Zudem kann man seine Versteigerungsbedingungen relativ frei gestalten und z.B eine Frist für eine Abholung setzen oder bestimmte Zahlungformen angeben.

 

Wenn man sich nun für eine Versteigerung entschieden hat kann ich noch ein paar Ratschläge geben:

  • sehr gute Beschreibung mit vielen Informationen zum Motorrad
  • viele, qualitativ gute Bilder
  • Auktion am Wochenende und nach 18.00 Uhr auslaufen lassen
  • Fragen schnell beantworten
  • Besichtigungstermine anbieten
  • zusätzliche Hinweise wie z.B ein möglicher Motorradversand per Spedition
20 Aug 2013

Die wichtigsten Parameter beim Motorradverkauf

Was möchte ich verkaufen?

Diese Frage sollte sich jeder Motorradverkäufer ganz am Anfang stellen. Es ist sehr wichtig sich im Klaren zu sein was für eine Ware man an den Mann bringen möchte. Handelt es sich um eine alte gammelige Kiste die ich durch Zufall wieder in der Garage entdeckt habe oder ist es ein neuwertiger Sporttourer den ich vor 3 Jahren als Neufahrzeug beim Vertragshändler erworben habe. Um erfolgreich sein Motorrad zu verkaufen, könnte es empfehlenswert sein eine kleine Liste mit den wichtigsten Punkten anzufertigen in der man zudem schon einmal positive und negative Dinge vermerkt. Mit diesen Daten kann man dann gut arbeiten wenn man sein Fahrzeug Händlern anbietet, im Internet annonciert oder persönlich mit einen potenziellen Käufer verhandelt.

Die Erstzulassung ist der erste Anhaltspunkt auf den geachtet wird. Je nach Motorradmarke und Modell kann diese relevanter und wichtiger sein. Erfahrungen haben gezeigt, dass das Alter bei Supersportlern elevanter ist als bei Cruisern und klassischen Zweirädern. Bei einigen wenigen Motorrädern , oft bei Sammlerfahrzeugen und seltenen Exemplaren, wird die Erstzulassung zweitranging. Man sollte das Baujahr bzw. Modelljahr nicht vergessen. Oft findet man Maschinen bei der die Erstzulassung mehrere Jahre nach der Produktion erfolgte. Deshalb sollten wir so etwas bei einem Verkauf auf jeden Fall angeben.

Die Laufleistung ist ein weiterer Punkt der für den Verkauf sehr relevant ist. Wenn man sich heutzutage die durchschnittlichen Laufleistung anschaut muss man feststellen, dass Deutschland ein wenigfahrer Land ist. Man findet bei den meisten Modellen mehr Fahrzeuge mit extrem niedrigen als mit hohen Laufleistungen. Erfahrungen haben gezeigt, dass die meisten Interessenten Fahrzeuge mit Laufleistungen bis 20000km suchen. Bei KM-Ständen über 40000km nimmt das Interesse in der Regel ab.

Der technische Zustand kann als nächstes unter die Lupe genommen werden. Funktioniert die Maschine einwandfrei? Motor, Fahrwerk, Elektrik usw.. Habe ich regelmäßig die Wartungen durchführen lassen und sind die Verschleißteile in Ordnung. Schauen Sie sich dazu die letzten Werkstattrechnungen und das Scheckheft an (falls noch vorhanden). Wie alt sind die Reifen und wann habe ich die Bremsflüssigkeit erneuert. Wie lange ist der TÜV noch gültig?

 

Der optische Zustand kommt als nächstes unter die Lupe. Die meisten Motorradbesitzer sind der Meinung, dass sich ihr Fahrzeug in einem sehr gepflegten Zustand befindet. Aber haben sich über die Jahre nicht doch ein paar Rostbläschen gebildet oder ist nicht doch hier und da mal ein Kratzer von der Garagenwand in die Verkleidung gekommen? Man sollte sein Fahrzeug auf jeden Fall objektiv auf Gebrauchsspuren, Rostansätze, Risse, Dellen usw. untersuchen.

Unfallfrei? Diese Frage wird bei fast jedem KFZ-Verkauf gestellt. Auf keinen Fall darf man reparierte Schäden außer Acht lassen. Gibt man es beim Verkauf nicht an drohen rechtliche Konsequenzen.

 

Die Anzahl der Fahrzeughalter kann in manchen Fällen sehr bedeutend sein. Am liebsten werden Fahrzeuge aus 1.Hand erworben. Bei junge Fahrzeuge mit vielen Halterwechseln sinkt das Interesse stark. Bei älteren Fahrzeugen wirkt sich die Anzahl der Besitzer nicht mehr so stark aus.

 

Importfahrzeug. In Deutschland kann man seit Jahren eine starke Tendenz zum Import gebrauchter Motorräder aus Italien oder England beobachten. Potenzielle Motorradkäufer achtem immer stärker darauf ob ein Fahrzeug als Neufahrzeug beim deutschen Vertragshändler erworben wurde oder aus dem Ausland importiert wurde. In der Regel werden importierte Motorräder nicht so gerne erworben.

 

Die Ausstattung wird bei Motorrädern immer umfangreicher. Bei einer BMW kann man z.B. den Neupreis mit zusätzlicher Ausstattung problemlos um 50% steigern. Deshalb sollte man auch beim Verkauf seiner Gebrauchten die zusätzliche Ausstattung genau anschauen und beim jedem Verkaufsweg angeben. Käufer können gezielt nach bestimmten Ausstattungvarianten suchen. Manchmal war die Lackierung der Maschine sogar aufpreispflichtig.

 

Beim Zubehör und Umbauten gilt das gleiche. Wenn man schon jahrelang eine hohe Scheibe an seinem Motorrad verbaut hat denkt man bei Verkauf vielleicht gar nicht mehr dran. Aber gerade so eine Kleinigkeit könnte der entscheidende Punkt für einen Käufer sein.

 

Dokumente, Unterlagen, Schlüssel sollten vor dem Verkauf zurechtgelegt werden. Es kann sich nachteilig auswirken, wenn Ersatzschlüssel fehlen, das Scheckheft nicht mehr vorhanden ist oder keinerlei Dokumente vorhanden sind, die die Laufleistung nachweisen können.