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07 Oct 2016

Kaufvertrag für Motorrad – Praktische Hinweise

Sie können den Kaufvertrag für ein Motorrad zwar auch einfach mündlich abschließen – anzuraten ist dies jedoch nicht. Wie bei einem Auto lauern viele Haftungsquellen und Missverständnisse bei solchen formlosen Absprachen. Dies gilt besonders, wenn Sie ein gebrauchtes Motorrad kaufen oder verkaufen wollen. Sichern Sie sich ab.

Unverzichtbar im Kaufvertrag

Wenn Sie bei einem Vertragshändler ein neues Motorrad kaufen, können Sie sich gewöhnlich darauf verlassen, dass alles seine Ordnung hat. Händler benutzen Standardformulare und die Mängel an einem Neufahrzeug sind ohnehin durch die Gewährleistung abgesichert. Anders sieht dies aus, wenn Sie einen Kaufvertrag über ein gebrauchtes Motorrad abschließen und dies womöglich noch mit einem privaten Verkäufer.

• Wichtig ist, dass Sie die Personendaten komplett für Verkäufer und Käufer in den Vertrag aufnehmen. Dazu gehören neben Namen und Anschrift immer auch das Geburtsdatum und die Personalausweisnummer.

• Die Daten des Motorrads sind ebenso von Bedeutung. Vermerken Sie neben der Fahrzeugnummer aus dem Fahrzeugbrief auch den Kilometerstand.

• In Ihren Kaufvertrag gehören der Kaufpreis und das Datum, wann dieser zu zahlen ist. Zumeist ist dies direkt bei Übergabe des Motorrads. Wenn Sie dem Käufer genug vertrauen, können Sie sich mit einer Anzahlung zufriedengeben oder Ratenzahlung. Dies vermerken Sie ausdrücklich im Vertrag.

• Vermerken Sie, in welchem Zustand sich das Motorrad befindet. Als Verkäufer verschweigen Sie keine Mängel und sind abgesichert. Als Käufer haben Sie so einen schriftlichen Nachweis, welchen Zustand das Motorrad vertraglich haben soll.
Sinnvolle Informationen zum Motorrad

 

Neben den unverzichtbaren Daten können Sie den Vertrag noch um sinnvolle Informationen ergänzen. Auf diese Weise erhalten Sie zusätzliche schriftliche Nachweise.

• Listen Sie möglichst vollständig auf, welches Zubehör zu Ihrem Motorrad gehört.

• Ist das Fahrzeug scheckheftgepflegt, fügen Sie das Inspektionsheft bei und erwähnen dies im Kaufvertrag. Als Käufer überzeugen Sie sich, dass Sie auch alle aufgelisteten Zubehörteile bei der Übergabe erhalten.

• Sofern das Motorrad nicht abgemeldet verkauft wird, vereinbaren Sie die sofortige Ummeldung. Der Käufer ist verpflichtet, das Motorrad auf seinen Namen anzumelden, damit die Haftung ab der Übergabe geregelt ist.

Beachten Sie, dass Sie in den Kaufvertrag alle wichtigen, aber keine überflüssigen Daten aufnehmen. Sie brauchen das Motorrad nicht mehr anpreisen, denn der Käufer will es bereits haben. So vermeiden Sie, dass Sie verbindlich Eigenschaften zusichern, die das Fahrzeug vielleicht gar nicht in diesem Maße hat.

17 Sep 2015

Ist der Preis bei einem Privatverkauf immer höher als bei einem Händler?

Sie möchten ein Motorrad verkaufen und stellen sich die Frage ob man es privat über gängige Internetportale, Zeitungsinserate usw. probiert oder sich an einen Motorrad-Ankäufer wendet. Oft wird die Antwort vom zu erzielenden Preis abhängig gemacht.

Bekommt man bei Händler wirklich immer weniger als bei einem privaten Verkauf?

Im Volksmund überwiegt die Meinung, dass ein privater Verkauf immer günstiger ist als der Verkauf an einen professionellen Händler. Grundsätzlich trifft das aber nicht immer zu.

Seit der Einführung der Sachmängelhaftung ist jeder Verkäufer verpflichtet eine sog. Gewährleistung auf seine Ware zu geben. In der Praxis funktioniert das für 6 Monate nach dem Verkauf wie eine Garantie. Anders als ein Gewerbetreibender kann ein Privatverkäufer diese Haftung in einem Vertrag ausschließen. Dieses wird damit begründet, dass sich ein Konsument mit seinen Waren in der Regel nicht so gut auskennt wie ein Gewerbetreibender.  Bei einem Motorradverkauf kann er somit ein Fahrzeug mit diversen Mängel, Schäden, Unfallspuren verkaufen ohne dabei eine Haftung zu übernehmen, solang er nachweisen kann nichts davon gewusst zu haben. Und auch ohne Mängel möchte man nur ungerne eine Garantie auf ein gebrauchtes Motorrad übernehmen.

Es ist daher völlig natürlich, dass alle private Verkäufer die Sachmängelhaftung ausschließen. Nahezu in jedem Standart-KFZ-Vertrag sind diese Klauseln eingefügt.  Im Umkehrschluss kann man somit sagen, dass ein Motorradkäufer auf dem Privatmarkt keine rechtlichen Sicherheiten bekommt, was die Mängelfreiheit des gekauften Motorrades angeht. Bei einem Händler hat er aber diese Sicherheit. Das führte nach und nach dazu, dass Motorradhändler einen höheren Preis beim Verkauf erzielen können, da die meisten Kunden bereit sind die gebotenen Sicherheiten zu honorieren.  Gerade bei Fahrzeugen, die keine Herstellergarantie mehr, viel anfällige Technik an Bord  oder allgemein bekannte Schwachstellen haben wollen viele Kunden nicht ohne die Haftung vom Händler kaufen.  Zudem können diese Händler meistens noch weitere Produkte wie eine Garantieverlängerung, Finanzierungen usw. anbieten.

Logischer Weise kann ein Händler bei einem höheren Verkaufspreis auch einen dazu passenden Ankaufspreis bezahlen. Dieser kann bei machen Fahrzeugen sogar über dem durchschnittlichen “Privat-Preis” liegen. Es ist daher ratsam einen Händler beim Verkauf seiner Maschine nicht grundsätzlich auszuschließen.

15 Mar 2015

gebrauchte Leichtkrafträder so teuer wie noch nie – Polen ändert seine Führerscheigesetze

In den letzten Jahren ist die Klasse der 125er immer unbeliebter geworden, so dass Besitzer die ihr gebrauchtes Leichtkraftrad oder einen 125er Roller veräußern wollten es oft ziemlich schwer hatten. Ab 2014 hat sich das merklich geändert. Hat man noch im Jahr 2013 eine gebrauchte Honda XL 125V  Varadero, CBR 125, Yamaha XV 125 Virago oder gute 125er-Roller in gängigen Internetportalen wie mobile oder motoscout gesucht, wurden einem haufenweise Seiten gezeigt mit mehreren Hundert Anzeigen.  Heute habe ich mal nach einer VT 125 gesucht: Ergebnis sind 37 Anzeigen in ganz Deutschland. Zudem mit teilweise recht hohen Preisen. Woran liegt das? Die Preise reguliert natürlich der Markt mit der Nachfrage und seinem Angebot. Bei wenig angebotenen Fahrzeugen steigen die Preise.

Die Antwort liegt zu einem großen Teil bei unseren Nachbarn im Osten. Seit 2014 wurden dort die Führerscheingesetze überarbeitet, so dass jeder der eine Fahrerlaubnis für einen PKW hat (B) nun auch Leichtkrafträder (A1) bewegen darf.  Manch einer kennt das noch aus Deutschland mit dem alten 3er Führerschein.

Dies hat zur Folge, dass ein richtiger 125er-Boom in Polen begonnen hat. Der komplette 125er Markt wurde in wenigen Monaten leer gefegt. Vom Preisnachlässen bei Neufahrzeugen kann man dort nur träumen, da teilweise sogar höhere Preise bezahlt werden. Viele privaten Käufer sowie die meisten Händler  suchen aber gezielt nach gebrauchten Modellen und schauen sich daher meisten in Deutschland um.

Wer somit sein Leichtkraftrad zu einem hochen Preis verkaufen möchte, sollte nicht lange warten. Bis der Markt in Polen gesättigt ist kann es noch etwas dauern. Die Preise für gebrauchte Fahrzeuge haben meiner Meinung nach den Höchststand aber schon erreicht.

16 Sep 2013

Motorradverkauf über ebay ?

Mit den Jahren ist ebay einer der größten Handelsplätze Deutschlands geworden. Von Pfennigartikel bis hin zu Häusern und ganzen Unternehmen kann man dort alles finden. Ist es aber auch eine gute Plattform um
sein Zweirad zu verkaufen?

 

Unterscheiden wir erst einmal zwischen einem Festpreisangebot und einer Auktion. Bei einem Festpreisangebot ist man bei einem erfolgreichen Verkauf mit einigen Zusatzoptionen schnell bei 100,- € Kosten angekommen. Das ist unglaublich teuer. Hier würde ich ganz klar Alternativen suchen, die es in Form von Verkaufsplattformen wie mobile, motoscout, diverse Motorradankäufer usw. gibt. Dort kann man als Privatmann völlig kostenlos annoncieren und hat ebenfalls ein sehr großes Besucherpotenzial im In- und Ausland.

Etwas anders sieht es bei Versteigerungen aus. Die Kosten sind hier ebenfalls sehr hoch. ,machen sich aber in bestimmten Fällen bezahlt.

 

Habe ich ein gängiges Standartmotorrad welches es in hoher Stückzahl auf dem Markt gibt ist der Verkauf über eine Versteigerungsplattform in den meisten Fällen nicht besonders ratsam, da kein Ebayer den Marktpreis für ihr Fahrzeug bieten wird wenn er beim Händler im Ort ein identisches Motorrad
bekommen kann. Es ist wichtig im Hinterkopf zu behalten,dass ein Ebayer ja immer ein Schnäppchen machen möchte und nicht mehr bietet als er muss. Zudem kalkulieren viele Bieter lange Anfahrtsweg in ihr Gebot mitein und berücksichtigen gewisse Risiken die sie bei einer solchen Transaktion eingehen. Von daher kann eine beendete Auktion oft ernüchternd ausfallen und Sie stellen fest, dass ein Motorrad, dass im Durchschnitt mit 4000,- € angeboten/gehandelt wird bei ebay nicht über 3000,- € kommt.

 

Anders sieht es aus wenn man ein Fahrzeug hat welches sich in bestimmten Punkten von der Masse abhebt. Damit meine ich z.B. ,ein seltene gewordenes Exemplar, Sondermodelle, ein Fahrzeug mit einer extrem niedrigen Laufleistung oder aufwendigen Umbauten. Hier könnte es sein, dass Sie ihr Preisgefühl täuscht und eine Versteigerung ein sehr gutes Resultat erzielt, da eine Vergleichbarkeit mit anderen Fahrzeugen nicht gegeben ist. Ein Interessent wird wissen, dass so eine Offerte nicht so schnell wieder kommt und wird deshalb bereit sein einen hohen Preis zu bieten.

 

Ein anderer Punkt der bei manchen für eine Versteigerung spricht ist die Tatsache, dass anders wie bei einer Anzeige auf einer Verkaufsplattform ein Verkauf auf jeden Fall zu Stande kommt. Es wird immer mehrere Bieter geben, die zu einem bestimmten Preis ihr Fahrzeug erwerben möchten.Somit ist diese Verkaufsform interessant für diejenigen die ihr Motorrad schnell und ohne Rücksicht auf den Preis verkaufen wollen. Zudem kann man seine Versteigerungsbedingungen relativ frei gestalten und z.B eine Frist für eine Abholung setzen oder bestimmte Zahlungformen angeben.

 

Wenn man sich nun für eine Versteigerung entschieden hat kann ich noch ein paar Ratschläge geben:

  • sehr gute Beschreibung mit vielen Informationen zum Motorrad
  • viele, qualitativ gute Bilder
  • Auktion am Wochenende und nach 18.00 Uhr auslaufen lassen
  • Fragen schnell beantworten
  • Besichtigungstermine anbieten
  • zusätzliche Hinweise wie z.B ein möglicher Motorradversand per Spedition
20 Aug 2013

Die wichtigsten Parameter beim Motorradverkauf

Was möchte ich verkaufen?

Diese Frage sollte sich jeder Motorradverkäufer ganz am Anfang stellen. Es ist sehr wichtig sich im Klaren zu sein was für eine Ware man an den Mann bringen möchte. Handelt es sich um eine alte gammelige Kiste die ich durch Zufall wieder in der Garage entdeckt habe oder ist es ein neuwertiger Sporttourer den ich vor 3 Jahren als Neufahrzeug beim Vertragshändler erworben habe. Um erfolgreich sein Motorrad zu verkaufen, könnte es empfehlenswert sein eine kleine Liste mit den wichtigsten Punkten anzufertigen in der man zudem schon einmal positive und negative Dinge vermerkt. Mit diesen Daten kann man dann gut arbeiten wenn man sein Fahrzeug Händlern anbietet, im Internet annonciert oder persönlich mit einen potenziellen Käufer verhandelt.

Die Erstzulassung ist der erste Anhaltspunkt auf den geachtet wird. Je nach Motorradmarke und Modell kann diese relevanter und wichtiger sein. Erfahrungen haben gezeigt, dass das Alter bei Supersportlern elevanter ist als bei Cruisern und klassischen Zweirädern. Bei einigen wenigen Motorrädern , oft bei Sammlerfahrzeugen und seltenen Exemplaren, wird die Erstzulassung zweitranging. Man sollte das Baujahr bzw. Modelljahr nicht vergessen. Oft findet man Maschinen bei der die Erstzulassung mehrere Jahre nach der Produktion erfolgte. Deshalb sollten wir so etwas bei einem Verkauf auf jeden Fall angeben.

Die Laufleistung ist ein weiterer Punkt der für den Verkauf sehr relevant ist. Wenn man sich heutzutage die durchschnittlichen Laufleistung anschaut muss man feststellen, dass Deutschland ein wenigfahrer Land ist. Man findet bei den meisten Modellen mehr Fahrzeuge mit extrem niedrigen als mit hohen Laufleistungen. Erfahrungen haben gezeigt, dass die meisten Interessenten Fahrzeuge mit Laufleistungen bis 20000km suchen. Bei KM-Ständen über 40000km nimmt das Interesse in der Regel ab.

Der technische Zustand kann als nächstes unter die Lupe genommen werden. Funktioniert die Maschine einwandfrei? Motor, Fahrwerk, Elektrik usw.. Habe ich regelmäßig die Wartungen durchführen lassen und sind die Verschleißteile in Ordnung. Schauen Sie sich dazu die letzten Werkstattrechnungen und das Scheckheft an (falls noch vorhanden). Wie alt sind die Reifen und wann habe ich die Bremsflüssigkeit erneuert. Wie lange ist der TÜV noch gültig?

 

Der optische Zustand kommt als nächstes unter die Lupe. Die meisten Motorradbesitzer sind der Meinung, dass sich ihr Fahrzeug in einem sehr gepflegten Zustand befindet. Aber haben sich über die Jahre nicht doch ein paar Rostbläschen gebildet oder ist nicht doch hier und da mal ein Kratzer von der Garagenwand in die Verkleidung gekommen? Man sollte sein Fahrzeug auf jeden Fall objektiv auf Gebrauchsspuren, Rostansätze, Risse, Dellen usw. untersuchen.

Unfallfrei? Diese Frage wird bei fast jedem KFZ-Verkauf gestellt. Auf keinen Fall darf man reparierte Schäden außer Acht lassen. Gibt man es beim Verkauf nicht an drohen rechtliche Konsequenzen.

 

Die Anzahl der Fahrzeughalter kann in manchen Fällen sehr bedeutend sein. Am liebsten werden Fahrzeuge aus 1.Hand erworben. Bei junge Fahrzeuge mit vielen Halterwechseln sinkt das Interesse stark. Bei älteren Fahrzeugen wirkt sich die Anzahl der Besitzer nicht mehr so stark aus.

 

Importfahrzeug. In Deutschland kann man seit Jahren eine starke Tendenz zum Import gebrauchter Motorräder aus Italien oder England beobachten. Potenzielle Motorradkäufer achtem immer stärker darauf ob ein Fahrzeug als Neufahrzeug beim deutschen Vertragshändler erworben wurde oder aus dem Ausland importiert wurde. In der Regel werden importierte Motorräder nicht so gerne erworben.

 

Die Ausstattung wird bei Motorrädern immer umfangreicher. Bei einer BMW kann man z.B. den Neupreis mit zusätzlicher Ausstattung problemlos um 50% steigern. Deshalb sollte man auch beim Verkauf seiner Gebrauchten die zusätzliche Ausstattung genau anschauen und beim jedem Verkaufsweg angeben. Käufer können gezielt nach bestimmten Ausstattungvarianten suchen. Manchmal war die Lackierung der Maschine sogar aufpreispflichtig.

 

Beim Zubehör und Umbauten gilt das gleiche. Wenn man schon jahrelang eine hohe Scheibe an seinem Motorrad verbaut hat denkt man bei Verkauf vielleicht gar nicht mehr dran. Aber gerade so eine Kleinigkeit könnte der entscheidende Punkt für einen Käufer sein.

 

Dokumente, Unterlagen, Schlüssel sollten vor dem Verkauf zurechtgelegt werden. Es kann sich nachteilig auswirken, wenn Ersatzschlüssel fehlen, das Scheckheft nicht mehr vorhanden ist oder keinerlei Dokumente vorhanden sind, die die Laufleistung nachweisen können.