Es kommt öfter vor, dass bei einem Motorrad ein Mangel kurz nach der Garantie auftritt. Die meisten Vertragshändler können dann beim Hersteller einen Kulanzantrag stellen und darum bitte die Kosten bzw. einen Teil der Kosten zu übernehmen. Dabei gibt es Hersteller, die so etwas häufiger und andere, die nach der abgelaufen Garantie gar nichts mehr übernehmen.

Im beschrieben Fall geht es um eine 35 Monate alte Honda CB 1300 SA. Einem recht teuren Sporttourer mit einer sehr geringen Laufleistung von 2495 km. Kurz gesagt wurde ein Federbein undicht.

Federbein CB 1300

Obwohl die Maschine nahezu neuwertig war, eine sehr geringe Laufleistung hatte und ein geführtes Scheckheft vorgelegt werden konnte, wurde der Antrag ohne Begründung abgelehnt. Das lässt darauf schließen, dass Honda ein Hersteller ist, der nach der Garantie mit Mängel an Fahrzeugen nichts mehr zu tun haben möchte.

Nun könnte man ja sagen bei einem Federbein handelt es sich um ein Verschleißteile. Als seriöser Hersteller würde mich aber schon interessieren wieso dort Undichtigkeiten nach einer so kurzen Nutzungsdauer auftreten.

Die Art der Kulanzabwicklung durch Honda fügt sich aber in ein Bild ein, indem dieser Hersteller immer weniger Kunden für sich gewinnen kann. Seit Jahren fallen die Absatzzahlen dieser Marke. Eine durchschnittliche Modellpolitik, wenig Innovationen und ein kleineres Händlernetz  sind ebenfalls Gründe dafür.