Mit den Jahren ist ebay einer der größten Handelsplätze Deutschlands geworden. Von Pfennigartikel bis hin zu Häusern und ganzen Unternehmen kann man dort alles finden. Ist es aber auch eine gute Plattform um
sein Zweirad zu verkaufen?

 

Unterscheiden wir erst einmal zwischen einem Festpreisangebot und einer Auktion. Bei einem Festpreisangebot ist man bei einem erfolgreichen Verkauf mit einigen Zusatzoptionen schnell bei 100,- € Kosten angekommen. Das ist unglaublich teuer. Hier würde ich ganz klar Alternativen suchen, die es in Form von Verkaufsplattformen wie mobile, motoscout, diverse Motorradankäufer usw. gibt. Dort kann man als Privatmann völlig kostenlos annoncieren und hat ebenfalls ein sehr großes Besucherpotenzial im In- und Ausland.

Etwas anders sieht es bei Versteigerungen aus. Die Kosten sind hier ebenfalls sehr hoch. ,machen sich aber in bestimmten Fällen bezahlt.

 

Habe ich ein gängiges Standartmotorrad welches es in hoher Stückzahl auf dem Markt gibt ist der Verkauf über eine Versteigerungsplattform in den meisten Fällen nicht besonders ratsam, da kein Ebayer den Marktpreis für ihr Fahrzeug bieten wird wenn er beim Händler im Ort ein identisches Motorrad
bekommen kann. Es ist wichtig im Hinterkopf zu behalten,dass ein Ebayer ja immer ein Schnäppchen machen möchte und nicht mehr bietet als er muss. Zudem kalkulieren viele Bieter lange Anfahrtsweg in ihr Gebot mitein und berücksichtigen gewisse Risiken die sie bei einer solchen Transaktion eingehen. Von daher kann eine beendete Auktion oft ernüchternd ausfallen und Sie stellen fest, dass ein Motorrad, dass im Durchschnitt mit 4000,- € angeboten/gehandelt wird bei ebay nicht über 3000,- € kommt.

 

Anders sieht es aus wenn man ein Fahrzeug hat welches sich in bestimmten Punkten von der Masse abhebt. Damit meine ich z.B. ,ein seltene gewordenes Exemplar, Sondermodelle, ein Fahrzeug mit einer extrem niedrigen Laufleistung oder aufwendigen Umbauten. Hier könnte es sein, dass Sie ihr Preisgefühl täuscht und eine Versteigerung ein sehr gutes Resultat erzielt, da eine Vergleichbarkeit mit anderen Fahrzeugen nicht gegeben ist. Ein Interessent wird wissen, dass so eine Offerte nicht so schnell wieder kommt und wird deshalb bereit sein einen hohen Preis zu bieten.

 

Ein anderer Punkt der bei manchen für eine Versteigerung spricht ist die Tatsache, dass anders wie bei einer Anzeige auf einer Verkaufsplattform ein Verkauf auf jeden Fall zu Stande kommt. Es wird immer mehrere Bieter geben, die zu einem bestimmten Preis ihr Fahrzeug erwerben möchten.Somit ist diese Verkaufsform interessant für diejenigen die ihr Motorrad schnell und ohne Rücksicht auf den Preis verkaufen wollen. Zudem kann man seine Versteigerungsbedingungen relativ frei gestalten und z.B eine Frist für eine Abholung setzen oder bestimmte Zahlungformen angeben.

 

Wenn man sich nun für eine Versteigerung entschieden hat kann ich noch ein paar Ratschläge geben:

  • sehr gute Beschreibung mit vielen Informationen zum Motorrad
  • viele, qualitativ gute Bilder
  • Auktion am Wochenende und nach 18.00 Uhr auslaufen lassen
  • Fragen schnell beantworten
  • Besichtigungstermine anbieten
  • zusätzliche Hinweise wie z.B ein möglicher Motorradversand per Spedition